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Adventszeit in Tirol … voll von Bräuchen und Traditionen

Die Zeit vor Weihnachten ist überall von verschieden Traditionen geprägt. Jedes Land, jede Region, jede Familie feiert die Adventszeit auf unterschiedliche Weise. Manche dieser Bräuche oder zumindest deren geschichtlicher Hintergrund treten leicht in Vergessenheit. So erzählt der heutige Blogartikel von der Vorweihnachtszeit in Tirol.

Ein vergleichsweise moderner Brauch, der aber weitum bekannt ist, ist der Adventskranz. Das Licht hat in der kalten Jahreszeit eine besondere Bedeutung, da es früher nicht nur die Dunkelheit erleuchtet hat, sondern auch für Wärme sorgte. Bis dann am 24. Dezember die Lichter am Weihnachtsbaum brennen, entzündet man jede Woche eine Kerze am Kranz, der traditioneller Weise aus Tannenzweigen geflochten wird.
Entgegen der ruhigen Zeit beginnt mit ersten Dezember in vielen Gemeinden Tirols das Krampustreiben. Die finsteren Gesellen tragen je nach Region verschiedenen Namen.  Seien es Perchten, Tuifl, Taxenhacker oder Klaubäufe, eines verbindet die wilden Gestalten: das Läuten der Glocken soll die bösen Geister des Winters verbannen. Die meist aus Holz geschnitzten Masken wirken in der Kombination mit Fellen oder Kostümen in der Nacht furchteinflößend und lassen nicht nur Kinder erschrecken. Doch treten die Krampuse nicht alleine auf. Der Nikolaus wird mit seiner Gefolgschaft noch in vielen Gemeinden Tirols mit Spannung zu Hause erwartet. Begleitet ist der heilige Nikolaus von den Engeln und manchmal von Lotter und Litterin, die zur Musik des Spielmanns tanzen und zu einem guten Zweck Spenden sammeln.

Im ganzen Krampus-Tubel darf man auch einen Brauch nicht vergessen: genau am 04. Dezember werden die Barbarazweige geschnitten, sodass sie dann gewiss zu Weihnachten ihre weißen Blüten entfalten. Dieser katholische Brauch ist der heiligen Barbara gewidmet und um diese genau auf die Weihnachtsfeiertage zu blühen zu bringen, müssen sie den ersten Frost erlebt haben, denn erst dann dürfen sie geschnitten und eingefrischt werden. Frisches Wasser und eine hohe Luftfeuchtigkeit bekommt den Barbarzweigen gut. Springen die Knospen um die Weihnachtsfeiertage auf, ist einem Glück für das nächste Jahr versprochen.
An die Herbergssuche in Bethlehem erinnert der Brauch der „Anklöpfler“ in vielen Orten Tirols. Als Hirten, Josef und Maria verkleidet zieht man von Haus zu Haus, kehrt ein, singt Lieder und möchte mit dem Anklopfen böse Naturgeister vertreiben.
Die Zeit vor Weihnachten kann nur so besonders sein, wenn man sie macht. So sollte man alte Bräuche aufleben lassen und die Wochen vor dem Weihnachtsfest traditionell, festlich gestalten.

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