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Törggelen

Die Tage werden wieder kürzer, der Herbst färbt die Blätter von goldgelb bis tiefrot – die Zeit des traditionellen Törggelen beginnt. Gemütliches Beisammensein und köstliche, regionale Herbstspezialitäten machen es zu einem allseits beliebten Brauch.

Ursprung

Den Ursprung hat der Brauch in Südtirol. Dort luden die Winzer ihre Mitarbeiter und Erntehelfer nach getaner Weinlese zu einem geselligen Beisammensein samt Festmahl ein. Dabei wurde der erste Traubenmost der eingebrachten Ernte oder junger Wein verkostet. Kastanien, süße Krapfen und Speck oder Kaminwurzen mit Brot wurden als Entschädigung für die harte Arbeit aufgetischt. Auch heute noch werden beim Törggelen Wein, Kastanien und Krapfen serviert, als Hauptgang gibt es oft deftige Schlachtplatten mit Sauerkraut, Selchfleisch und Knödel.

Der Begriff Törggelen stammt von „Torggl“, was soviel wie Weinpresse bedeutete und auf den Raum der Weinpresse zurückzuführen war, in dem auch das Törggelen stattfand. Ursprungsgebiet scheint das Eisacktal zu sein, als Bezahlung für die Arbeit beim Weinlesen wurden die Helfer verköstigt – das Törggelen entstand.

Kastanien und Wein

Kastanien gab es schon in der Vorrömerzeit in weiten Gebieten des Alpenraumes. Mit dem wachsenden Weinbau in Südtirol benötigten die Weinbauern auch mehr Kastanienholz für die Fässer, so wurden auch mehr Kastanienbäume angepflanzt. Als Speise wurde die Kastanie von den Klöstern entdeckt und weiter verbreitet, die Kastaniensuppe war eine Fastenspeise in vielen Klöstern. Bald wurde auch die Kombination von Kastanien und jungem Wein zum kulinarischen Brauch.

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