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Wein richtig lagern – unser Sommelier erklärt

Unser Sommelier gibt wichtige Tipps und Trick, wie Wein auch zu Hause richtig gelagert wird und man so lange Freude an den guten Tröpfchen hat.

„Wichtig ist zunächst einmal, für sich selbst zu entscheiden, ob ich Wein lagern will, d.h. je nach Wein auf lange Sicht mehrere Jahre reifen lassen will, oder ob ich einfach nur einen Platz für meine Weinflaschen benötige, die ich bei nächster Gelegenheit öffnen werde“, beginnt unser Sommelier Andreas Pfingstl mit seinen Erläuterungen zum Thema Weinlagerung. „Begriffe wie Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit usw. sind vielen geläufig. Wirklich wichtig werden diese Punkte allerdings erst, wenn man vor hat, Wein länger zu lagern.“ Hier seine Tipps:

Weine mit Naturkorken bitte immer liegend lagern!
Dadurch bleibt der Korken in Berührung mit der Flüssigkeit und es wird dem Austrocknen des Korkens entgegen gewirkt. Wenn ein Korken austrocknet, verliert er seine Elastizität und die Fähigkeit, sauber abzudichten. Bei Champagner, Portwein, Sherry und anderen versetzten Weinen wird oft empfohlen, die Flasche stehend zu lagern – die Kohlensäure und der hohe Alkoholgehalt könnten den Korken schädigen. "Ich persönlich bin da eher altmodisch und würde auch diese liegend lagern. Bei Weinen mit Schraubverschluss, Glas oder Kunststoffkorken spielt es übrigens keine Rolle, wie sie gelagert werden."

Lagertemperatur
Über die richtige Lagertemperatur wird gerne diskutiert. Kurz: zwischen 8 und 15 Grad – für Rot- und Weißwein gleichermaßen – ist ein guter Rahmen. Viel wichtiger ist es jedoch, eine gewisse Konstanz in der Temperatur zu haben und zu hohe Schwankungen zu vermeiden! Durch das hiermit verursachte Ausdehnen und Zusammenziehen der Flüssigkeit kann mehr Sauerstoff als gewollt in Kontakt mit dem Wein kommen, der Wein könnte schneller altern als gewollt.

Luftfeuchtigkeit
Fast genauso wichtig ist die Luftfeuchtigkeit! Diese sollte, je länger der Wein gelagert wird, um die 70 % betragen. Sie dient in erster Linie nicht dem Wein selbst, sondern eigentlich dem Korken – damit dieser nicht austrocknet. Gelegentliche Schimmelbildung kann vorkommen und ist, solange nur an der Oberfläche des Korkens, völlig unbedenklich. Trotzdem versiegeln manche den Korken zusätzlich mit Paraffin und umwickeln die Flaschenetiketten mit Klarsichtfolie.

Lichteinfall
Wein sollte möglichst vor UV-Strahlung geschützt werden, da Licht dem Wein schadet und die Lagerfähigkeit beeinträchtigen kann. Auch sollte darauf geachtet werden, die Weine erschütterungsfrei zu lagern, um sich bildende Depots (Feststoffe von Farbe und Gerbsäure, die sich mit der Zeit absetzten) nicht unnötig aufzuschütteln. Auch dies wirkt sich auf lange Sicht negativ auf die Reifeentwicklung aus. Also runter mit dem Weinregal von der Waschmaschine im Keller. Wer nicht gerade einen dunklen, tiefen Keller zur Verfügung hat, kann mittlerweile auf ein breites Angebot an professionellen Wein-Klimaschränken zurückgreifen, dadurch werden die Weine optimal gelagert! (Mehr Infos dazu bietet der Liebherr-Haushaltsgeräte Blog: https://blog.liebherr.com/hausgeraete/de/tag/wein/)

Tipp: Lagerung offener Weinflaschen
Oft werde ich gefragt, was man mit offenen Weinen machen soll – mein Tipp: Verschließen Sie den Wein mit seinem Korken und stellen Sie ihn in den Kühlschrank! Je nach Qualität und Wein kann er so 1-2 Tage ohne Qualitätsverlust aufbewahrt werden, Aroma und Geschmack können sich aber leicht verändern.

Wenn man diese Grundregeln im Hinterkopf behält, werden Sie lange Freude an Ihren vinophilen Schätzen haben! Zumindest bis zur nächsten geselligen Gelegenheit.

PS: Senden Sie uns doch Bilder oder berichten Sie uns von Ihrem „Lagerplatz“!


Mit vinophilen Grüßen,
Andreas Pfingstl
Sommelier, Interalpen-Hotel Tyrol

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