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Kulinarik |

Faschingskrapfen – ein herrliches Germgebäck zur Narrenzeit

Gerne versüßt man sich die Tage vor der Fastenzeit mit einem Faschingskrapfen. Sie zaubern allen ein besonders breites Lächeln ins Gesicht und so Manchem auch einen weißen Zuckerbart um den Mund. Unser Chef Patissier Michael Hollaus verrät Ihnen hier sein Rezept zum Nachbacken.

Ein Klassiker zur Faschingszeit

Der Faschingskrapfen, in Deutschland häufig auch Berliner oder Pfannkuchen genannt, ist ein süßes, in Fett herausgebackenes Germgebäck, das in Österreich klassisch mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestreut wird. Ob der Krapfen bereits bei den Römern oder doch erst im Mittelalter seinen Ursprung findet, ist schwer nachweisbar. In Österreich ist jedoch eine Geschichte über die Herkunft des Krapfens weit verbreitet: Cäcilie Krapf, eine Hofratsköchin im 17. Jahrhundert, gilt als Namensträgerin. Aus Ärger auf ihren Lehrbub, warf sie ihm eine Teigkugel nach. Diese Teigkugel verfehlte jedoch ihr Ziel und landete statt auf dem Jungen in einem Topf mit heißem Fett. Erst hielt Cäcilie Krapf das Ergebnis für ungenießbar, doch als sie die Kreation kostet, hat es ihr der Geschmack des Gebäcks sofort angetan. Die „Cillykugel“ wurde mit eingelegten Früchten gefüllt und der Faschingskrapfen war geboren.

REZEPT FÜR DIE INTERALPEN-FASCHINGSKRAPFEN

 

ZUTATEN DAMPFL

  • 130 g                       Mehl
  • 130 g (1/2 Tasse)    Milch
  • 42 g                        Germ (Backhefe)

 

ZUTATEN HAUPTTEIG

  • 380 g     Mehl
  • 100 g     weiche Butter
  • 50 g       Rum
  • 40 g       Feinkristallzucker
  • 10 g       Salz
  • 10 g       Vanillezucker
  • 5            Eigelb
  • 1            Ei
  •               Zitronenschale

 

FÜR DIE FÜLLUNG

  • Staubzucker
  • Marmelade (wahlweise mit einem Schuss Rum)

 

ZUBEREITUNG DAMPFL

Milch erwärmen, den Germ darin auflösen und mit Mehl gründlich vermischen. Bei Zimmertemperatur (ca. 25 °C) 20 Minuten gehen lassen.

 

ZUBEREITUNG HAUPTTEIG

Zucker mit Eigelb und Ei, Rum, Vanillezucker und Zitronenschale mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Das Dampfl sowie das restliche Mehl mit der Eiermasse vermischen und 4 Minuten kneten. Anschließend die weiche Butter und das Salz hinzugeben. Die Teigmasse weitere 6 Minuten kneten. Den Teig in kleine Stücke à 50 g teilen und auf einer glatten Oberfläche mit den Handballen kneten, um runde Kugeln zu formen. Die Kugeln auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech geben und bei Temperaturen zwischen 27 °C und 30 °C im Ofen nur mit Licht 30 Minuten gehen lassen.

Einen breiteren Topf ca. 6 cm mit Pflanzenöl füllen und auf 160 °C erhitzen. Mithilfe eines Holzstäbchens kann die richtige Temperatur festgestellt werden: Halten Sie das Holzstäbchen in das heiße Öl, wenn kleine Bläschen entstehen, hat das Öl die richtige Temperatur erreicht. Danach sollte der Herd auf mittlere Hitze zurückgedreht werden.

Das Blech mit den Teigbällchen aus dem Ofen nehmen, fünf Minuten ruhen lassen sodass sich eine leichte Kruste bildet und anschließend in das heiße Öl geben. Achtung, die Teigbällchen dürfen sich nicht berühren. Mit einem Deckel auf dem Topf drei Minuten backen lassen. Die Teigbällchen mit einem Holzlöffel vorsichtig drehen und weitere drei bis vier Minuten ohne Deckel backen.

Die fertigen Germgebäcke vorsichtig aus dem Öl heben und auf einem Küchenpapier oder Gitter abtropfen und etwas auskühlen lassen. Die lauwarmen Krapfen mit der mit Rum versetzten Marillenmarmelade mithilfe eines Dressierbeutel bzw. Spritzbeutel füllen.

Tipp aus Tirol: Statt der Marillenmarmelade können Sie die Krapfen auch mit Granten (Preiselbeeren) oder mit Apfelmus füllen.

Die Krapfen mit Staubzucker bestäuben und genießen!